Wohnen

Wie und wo ich wohne – selbstbestimmt, mittendrin und mit Assistenz.

Aquarell: ein modernes Wohnhaus mit Balkonen und einem Baum davor

Wie und wo ich wohne

Ich wohne in Freiburg im Breisgau, im Stadtteil Vauban. Ich habe meine eigene Wohnung – mitten in einem inklusiven, genossenschaftlichen Wohnprojekt. Rund um die Uhr ist eine Assistenz für mich da, in einem festen Schicht-System.

Mir ist wichtig: Ich wohne nicht in einer Einrichtung, sondern selbstbestimmt in meiner eigenen Wohnung – mittendrin in der Nachbarschaft, mit Menschen jeden Alters um mich herum. Wohnen ist für mich die Grundlage für Teilhabe: Von hier aus bin ich Teil meines Stadtteils.

Ich wohne in Freiburg.
Im Stadtteil Vauban.
Ich habe eine eigene Wohnung.
Tag und Nacht ist eine Assistenz für mich da.

Ich wohne nicht in einem Heim.
Ich wohne selbstbestimmt.
Ich bin mittendrin in der Nachbarschaft.

Mein Wohnprojekt: die VAUBANaise eG

Ich wohne in der VAUBANaise eG – einem inklusiven und generationsübergreifenden Wohnprojekt im Freiburger Stadtteil Vauban. Seit 2013 leben hier Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenssituationen unter einem Dach: Junge und Alte, Familien und Einzelne, Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Pflegebedarf.

Das Besondere ist die Form: Die VAUBANaise ist eine Genossenschaft. Sie gehört nicht einem Investor, sondern den Bewohnerinnen, Bewohnern und weiteren Mitgliedern. Jedes Mitglied hat eine Stimme – egal, wie viel Geld es eingebracht hat. Die Menschen verwalten ihr Zusammenleben selbst und treffen sich dafür regelmäßig zur Bewohnerversammlung. Statt Marktmieten gilt das Prinzip der Kostenmiete – das hält das Wohnen langfristig bezahlbar und sicher.

Mehr über das Projekt: vaubanaise.de.

Mein Wohnprojekt heißt VAUBANaise.
Es ist in Freiburg-Vauban.
Hier wohnen viele verschiedene Menschen zusammen:
Junge und Alte.
Menschen mit und ohne Behinderung.

Die VAUBANaise ist eine Genossenschaft.
Das heißt: Das Haus gehört den Menschen, die darin wohnen.
Alle entscheiden zusammen.
Jeder hat eine Stimme.

Mehr dazu: vaubanaise.de

Warum mir das wichtig ist

Wo und wie ich wohne, entscheidet mit darüber, wie selbstbestimmt ich leben kann. In meiner eigenen Wohnung bestimme ich selbst über meinen Tag. In einer guten Nachbarschaft bin ich nicht allein, sondern Teil einer Gemeinschaft. Und mit qualifizierter Assistenz kann ich auch zu Hause kommunizieren, mich versorgen lassen, wie ich es möchte, und am Leben im Stadtteil teilhaben.

Inklusives Wohnen zeigt: Menschen mit und ohne Behinderung können ganz selbstverständlich zusammenleben – als Nachbarinnen und Nachbarn.

Wohnen ist wichtig für mein Leben.
In meiner Wohnung bestimme ich selbst.
In der Nachbarschaft bin ich nicht allein.
Mit guter Assistenz kann ich gut zu Hause leben.

Menschen mit und ohne Behinderung wohnen zusammen.
Das ist ganz normal.

Beispiele: Was das bedeutet – und wie Assistenz hilft

Was die Behinderung in diesem Bereich bedeuten kann

  • Eine eigene Wohnung ist oft nur mit Unterstützung möglich – vom Haushalt bis zur Behördenpost.
  • Die Wohnung muss barrierefrei sein: breite Türen, ebenerdige Dusche, genug Platz für den Rollstuhl.
  • Ohne passende Unterstützung droht ein Leben in einer Einrichtung statt selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden.

Warum Kommunikation hier wichtig ist

  • Beim Wohnen muss ich ständig mitteilen, was ich möchte: was wo stehen soll, welche Hilfe ich im Haushalt brauche, wie ich es zu Hause haben will.
  • Ich teile mich über meinen Sprachcomputer und mein Körper-ABC mit. Das gemeinsame „Dolmetschen“ (Ko-Konstruktion) – mitdenken und Vorschläge machen, während ich entscheide – kann ein normales Gegenüber meist nicht; das übernimmt meine qualifizierte, in Unterstützter Kommunikation geschulte Assistenz.
  • So können Freundinnen, Nachbarn und andere in ihrer Rolle bleiben. Wichtig ist nur, dass meine Assistenz mich und meine Themen gut kennt (Kontext) und sich Zeit nimmt.

Wie Lernen hier aussehen kann – und was dafür nötig ist

  • Auch rund ums Wohnen lerne ich Neues: wie etwas im Haushalt funktioniert, wie das Zusammenleben in der Genossenschaft organisiert ist, wie ich Absprachen treffe.
  • Ich brauche dafür zugängliches, verständliches Material, Zeit, Wiederholung und einfache Sprache.
  • Und ich brauche eine geduldige Person, die mir erklärt, mit mir zusammen denkt und mich selbst ausprobieren lässt – gemeinsam mit meinem Sprachcomputer.

Wie Unterstützung durch Assistenz aussehen kann

  • Im Haushalt helfen: kochen, putzen, Wäsche, Einkäufe.
  • Bei Post, Verträgen und dem Organisieren der Wohnung unterstützen.
  • Rund um die Uhr verlässlich da sein, damit sicheres Wohnen in der eigenen Wohnung gelingt.
  • Kontakt zur Nachbarschaft ermöglichen.

Was die Behinderung bedeuten kann:
Eine eigene Wohnung braucht Hilfe.
Die Wohnung muss barrierefrei sein.
Sonst muss man oft in ein Heim.

Kommunikation:
Ich rede mit meinem Sprachcomputer und mit meinem Körper-ABC.
Das Mitdenken und Übersetzen ist schwer.
Das macht meine Assistenz. Sie kann Unterstützte Kommunikation gut.
Freunde und Nachbarn müssen das nicht können.

Lernen:
Ich lerne auch beim Wohnen Neues.
Dazu brauche ich einfaches Material.
Ich brauche Zeit und Wiederholung.
Und einen Menschen, der es mir geduldig erklärt.

Wie Assistenz hilft:
Hilfe im Haushalt.
Hilfe bei Post und Verträgen.
Tag und Nacht jemand da.
Kontakt zu den Nachbarn.