Lebenslauf

Mein Weg – von Baltrum nach Freiburg, vom Vorlesen bis zur Beratung.

Aquarell: ein sanftes Zeitstrahl-Band mit leuchtenden Stationen

Zur Person

Ich bin Nele Diercks, geboren 1990 und aufgewachsen auf der Nordseeinsel Baltrum. Seit 2008 lebe ich in meiner eigenen Wohnung in Freiburg im Breisgau – mit Assistenz rund um die Uhr, die mir hilft, meine selbst gewählten Ziele umzusetzen.

Ich habe eine schwere Körperbehinderung: Ich kann meine Muskeln nicht so koordiniert bewegen wie andere Menschen und meine Arme, Hände, Beine und Füße nicht funktionsgerecht nutzen. Auch die Muskeln zum Sprechen sind betroffen – ich spreche nicht mit dem Mund. Ich verständige mich mit Mitteln und Methoden der Unterstützten Kommunikation.

Ich bin Expertin in eigener Sache.

Ich heiße Nele Diercks.
Ich bin 1990 geboren.
Ich bin auf der Insel Baltrum groß geworden.
Seit 2008 wohne ich in Freiburg in einer eigenen Wohnung.
Dabei hilft mir die Assistenz.

Ich habe eine schwere Körperbehinderung.
Ich kann nicht greifen und nicht alleine stehen oder laufen.
Ich kann nicht mit dem Mund sprechen.
Ich nutze Unterstützte Kommunikation.

Kindergarten und Schule

  • 1994–1996: Regelkindergarten der Gemeinde Baltrum.
  • 1996–2006: Grund- und Hauptschule Baltrum (Regelschule, zieldifferenzierter Unterricht).
  • 2006–2008: Tagesbildungsstätte der GPS in Wilhelmshaven.

Ich bin auf Baltrum zur Schule gegangen.
Erst in den Kindergarten.
Dann in die Grund- und Hauptschule.

Danach war ich in einer Tagesbildungsstätte.
Das war in Wilhelmshaven.

Mein Weg

  • 2008–2012: Praktikum an der Katholischen Hochschule Freiburg – Ausleihe der Medien und Materialien des Zentrums für Unterstützte Kommunikation (Veröffentlichung 2013).
  • seit 2012: Vorlesen von Bilderbüchern mit dem Sprachcomputer in Kindergärten und Schulen im Freiburger Raum – „Vorlesen einmal anders".
  • 2013–2017: Maskentheater im Theaterkollektiv Blick[kiste] Freiburg – ein inklusives Theaterprojekt mit vielen Aufführungen.
  • seit 2013: UK-Referentin – Vorträge als Expertin in eigener Sache in Einrichtungen, Schulen und bei Fachtagen.
  • 2019–2021 und 09/2023–06/2026: Weiterbildung Kommunikations-Botschafter:innen (Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation) – Planung und erster Durchgang (2019–2021), danach Projektleitung in Anstellung (09/2023–06/2026).
  • heute: Beratung in der heilpädagogischen Praxis kommunikation+ in Freiburg, gemeinsam mit Lars Tiedemann.

Das habe ich gemacht:

Ich hatte ein Praktikum an einer Hochschule.
Seit 2012 lese ich Bilderbücher vor.
Ich habe im Theater gespielt.
Seit 2013 halte ich Vorträge.
Ich habe eine Weiterbildung mitgeleitet.

Heute berate ich andere Menschen.
Das mache ich bei kommunikation+.
Zusammen mit Lars Tiedemann.

Weiterbildung

  • 2008–2009: Berufliche Grundbildung für unterstützt Kommunizierende (Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation).
  • 2009–2013: Ausbildung zur Co-Referentin / UK-Referentin (Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation).
  • 2020: Fortbildung in Leichter Sprache (Büro für Leichte Sprache, Wittekindshof).

Ich habe mich weitergebildet:

Ich habe eine Grundbildung gemacht.
Ich habe gelernt, Referentin zu sein.
2020 habe ich etwas über Leichte Sprache gelernt.

Fachaustausch und Vernetzung

  • seit 2005: Regelmäßige Teilnahme an den UK-Kongressen der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation – sowie an den internationalen ISAAC-Kongressen in Montreal (2008) und Barcelona (2010).
  • seit 2005: Jahrestreffen unterstützt kommunizierender Menschen des Bundesverbands für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (über Pfingsten).
  • seit 2000: Fachmessen für Rehabilitation – Rehacare (Düsseldorf) und Rehab (Karlsruhe).

Ich treffe mich mit anderen Fach-Leuten.
Ich gehe zu Kongressen und Messen.
Manchmal auch im Ausland.
Dort tausche ich mich aus und lerne dazu.

Auszeichnung

2023 habe ich den Paul-Goldschmidt-Preis der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation erhalten – für mein Engagement für Unterstützte Kommunikation und Teilhabe.

2023 habe ich einen wichtigen Preis bekommen.
Er heißt Paul-Goldschmidt-Preis.
Ich habe ihn für meine Arbeit bekommen.

Meine Stärken

  • Hohe Einsatzbereitschaft
  • Optimistisch
  • Zuvorkommend
  • Ausdauernd
  • Expertin in eigener Sache

Das macht mich aus:
Ich strenge mich an.
Ich bin optimistisch.
Ich bin freundlich.
Ich gebe nicht auf.
Ich kenne mein Leben am besten.

Was ich gern mache

In meiner Freizeit spiele ich Theater, wandere, gehe ins Kino und zu Kulturveranstaltungen, reise gern und besuche Fachtage und Messen.

Das mache ich gern:
Theater spielen.
Wandern.
Ins Kino gehen.
Reisen.
Zu Messen und Fachtagen gehen.

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