Assistenz
Ich brauche Hilfe in allen Lebensbereichen. Diese Hilfe heißt Assistenz.

Was ist Assistenz?
Eine Assistentin oder ein Assistent unterstützt mich dabei, mein Leben selbstbestimmt zu führen. Assistenz ist keine Fürsorge, die über mich bestimmt, sondern ein Mittel zur Selbstbestimmung: Ich treffe die Entscheidungen, und die Assistenz hilft mir bei der Umsetzung.
Konkret hilft mir Assistenz dabei,
- überall teilzuhaben und mitzumachen,
- meine selbst gewählten Ziele umzusetzen – im Alltag, in der Arbeit und in der Freizeit,
- zu kommunizieren und verstanden zu werden,
- und für eine selbstbestimmte Pflege – ich sage, wie und wann ich Hilfe bei der Pflege möchte.
Ich brauche diese Hilfe in allen Lebensbereichen: beim Wohnen, bei der Pflege, im Haushalt, beim Reden, in der Freizeit und bei der Arbeit. Meine Assistenz soll sich mit Unterstützter Kommunikation auskennen oder Lust haben, das zu lernen.
Mein Recht auf Assistenz steht in der UN-Behindertenrechtskonvention (Artikel 19) und im Bundes-Teilhabe-Gesetz.
Assistenz ist eine Hilfe im Alltag.
Ich bestimme selbst.
Die Assistenz hilft mir dabei.
Die Assistenz hilft mir:
überall mitzumachen,
meine eigenen Ziele umzusetzen,
zu reden und verstanden zu werden,
und bei der Pflege – so, wie ich es will.
Ich brauche die Hilfe überall:
beim Wohnen, bei der Pflege, in der Freizeit und bei der Arbeit.
Ich habe ein Recht auf diese Hilfe.
Warum ich Assistenz brauche
Ich kann nicht greifen, nicht frei sitzen, nicht stehen oder laufen und nicht mit dem Mund sprechen. Deshalb brauche ich rund um die Uhr Assistenz. Mit ihr kann ich aktiv sein: Ich kann reden und werde verstanden, ich kann teilhaben und mitmachen, ich kann entscheiden und selbst bestimmen. Ohne diese Hilfe geht das nicht – mit ihr schon.
Ich kann nicht greifen.
Ich kann nicht stehen und nicht laufen.
Ich kann nicht mit dem Mund sprechen.
Darum brauche ich immer Assistenz.
Mit Assistenz kann ich mitmachen.
Dann kann ich reden.
Dann kann ich selbst bestimmen.
Was gute Assistenz ausmacht
Assistenz ist anspruchsvoll. Sie braucht Fachlichkeit – und sie wirkt wie ein Gerüst, das mir Halt gibt. Auf einer eigenen Seite erkläre ich, was qualifizierte Assistenz können muss – und was mir hilft und was mich behindert.
Gute Assistenz muss vieles können.
Mehr dazu steht auf einer eigenen Seite.
Was Assistenz nicht ist
Damit kein falsches Bild entsteht, ist mir wichtig zu sagen, was Assistenz nicht ist:
- Keine Bevormundung. Meine Assistenz entscheidet nicht für mich. Ich treffe die Entscheidungen – sie setzt sie gemeinsam mit mir um.
- Kein Mitleid und keine Fürsorge, die über mich bestimmt. Ich bin kein „Pflegefall“, sondern Expertin für mein eigenes Leben.
- Kein Sprechen an meiner Stelle. Meine Assistenz unterstützt meine eigene Kommunikation und gibt meine Worte treu weiter – sie ersetzt meine Stimme nicht.
- Keine Hilfe, die überflüssig werden soll. Das Gerüst baut sich nicht ab. Die Unterstützung bleibt dauerhaft da – ich bestimme nur, wie viel ich gerade brauche.
- Keine Therapie. Es geht nicht um Behandlung oder „Fortschritt“, sondern um Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.
Assistenz ist nicht:
Keine Bevormundung.
Meine Assistenz entscheidet nicht für mich.
Ich entscheide selbst.
Kein Mitleid.
Ich bin kein Pflegefall.
Ich kenne mein Leben am besten.
Kein Sprechen für mich.
Meine Assistenz gibt meine Worte weiter.
Sie redet nicht an meiner Stelle.
Die Hilfe hört nicht auf.
Die Hilfe ist immer da, wenn ich sie brauche.
Keine Therapie.
Es geht um Teilhabe und Selbstbestimmung.
Wer meine Assistenz organisiert
Meine Assistentinnen und Assistenten sind beim AKBN angestellt – einem gemeinnützigen Assistenzdienst in Freiburg. Der AKBN ist der Arbeitgeber und nimmt mir die Verwaltung ab. Wer mich begleitet und wie wir zusammenarbeiten, bestimme aber ich selbst.
Der AKBN kümmert sich um alles rund um meine Assistenz:
- Stellenausschreibung – der AKBN sucht neue Assistenz für mich.
- Vorstellungsgespräche – erst beim AKBN, dann bei mir. Ich entscheide, wer mit mir arbeitet.
- Gehalt und Dienstplanung.
- Fortbildung – meine Assistentinnen und Assistenten können eine Weiterbildung zur Fachkraft für Unterstützte Kommunikation (GesUK) machen.
- Besprechungen und Supervision.
- Dienstübergaben, wenn eine Schicht an die nächste übergibt. Ich kann dabei sein und mitreden, wenn ich möchte.
So habe ich den Kopf frei für das Wichtigste: Der AKBN regelt die Organisation, und ich bestimme über meine Assistenz und mein Leben. Mehr über den AKBN steht auf seiner Internet-Seite: Assistenzgesellschaft AKBN.
Meine Assistenz ist beim AKBN angestellt.
Der AKBN ist ein Assistenz-Dienst in Freiburg.
Der AKBN ist gemeinnützig.
Der AKBN macht die Arbeit drumherum:
Der AKBN sucht neue Assistenz für mich.
Der AKBN lädt zum Gespräch ein – erst beim AKBN, dann bei mir.
Ich entscheide selbst, wer mit mir arbeitet.
Der AKBN zahlt das Gehalt und plant die Dienste.
Meine Assistenz kann eine Weiterbildung machen.
Dann ist sie Fachkraft für Unterstützte Kommunikation.
Der AKBN macht Besprechungen und Supervision.
Bei der Dienst-Übergabe kann ich dabei sein.
Ich darf mitreden, wenn ich möchte.
Ich suche Assistenz
Ich suche eine neue Assistentin. Auf der nächsten Seite steht meine Stellenausschreibung. Dort steht, was die Aufgaben sind und wie man sich bewerben kann.
Ich suche eine neue Assistentin.
Mehr dazu steht auf der nächsten Seite.
Zur Stellenausschreibung Mein Standpunkt: Teilhabe in Gefahr
Mehr zum Thema – fachlich und mit Gesetzen – bei AssistUK: Assistenz, Selbstbestimmung und Teilhabe.