Beziehungen & Familie

Menschen, die mir wichtig sind – und wie ich Beziehungen lebe.

Aquarell: zwei Tassen nebeneinander

Menschen, die mir wichtig sind

Beziehungen machen mein Leben reich. Mir sind viele Menschen wichtig: meine Familie, die auf Baltrum wohnt, meine Freundinnen und Freunde und meine Nachbarschaft hier in Freiburg. Ich möchte mit ihnen in Kontakt sein, Zeit verbringen und teilen, was mich bewegt.

Damit das geht, ist gute Kommunikation die Brücke. Und meine Assistenz hilft mit: Sie dolmetscht treu, was ich sage – sie spricht nicht an meiner Stelle.

Mir sind viele Menschen wichtig.
Meine Familie.
Meine Freundinnen und Freunde.
Meine Nachbarn.

Ich möchte mit ihnen reden.
Dafür hilft mir gute Kommunikation.

Wie Beziehungen gelingen

Für echte Beziehungen brauche ich Gegenüber, die sich Zeit nehmen und mich ernst nehmen – als erwachsene Frau mit eigener Meinung. Wer weiß, wie man mit mir spricht, kann mich richtig kennenlernen.

Wie das geht, beschreibe ich bei den guten Gesprächspartnern.

Gute Beziehungen brauchen Zeit.
Die Menschen sollen mich ernst nehmen.
Sie sollen wissen, wie man mit mir redet.

Mehr dazu: Gute Gesprächspartner.

Beispiele: Was das bedeutet – und wie Assistenz hilft

Was die Behinderung in diesem Bereich bedeuten kann

  • Kontakte zu halten ist schwerer, wenn man nicht einfach selbst telefonieren, schreiben oder hingehen kann.
  • Gespräche dauern länger – das Gegenüber braucht Zeit und Geduld.
  • Es besteht die Gefahr, dass über eine Person gesprochen wird statt mit ihr.

Warum Kommunikation hier wichtig ist

  • Ohne Kommunikation gibt es keine Beziehungen: Nähe, Gespräche, Zugehörigkeit und auch das Klären von Konflikten brauchen sie.
  • Ich teile mich über meinen Sprachcomputer und mein Körper-ABC mit. Das gemeinsame „Dolmetschen“ (Ko-Konstruktion) – mitdenken und Vorschläge machen, während ich entscheide – kann ein normales Gegenüber meist nicht; das übernimmt meine qualifizierte, in Unterstützter Kommunikation geschulte Assistenz.
  • So können Freundinnen, Familie und Nachbarn in ihrer Rolle bleiben – sie müssen keine UK-Fachleute sein, um mir nah zu sein. Wichtig ist nur, dass meine Assistenz mich und meine Themen gut kennt (Kontext) und sich Zeit nimmt.

Wie Lernen hier aussehen kann – und was dafür nötig ist

  • Ich und meine Bezugspersonen lernen miteinander: Sie lernen, mein Körper-ABC zu lesen und geduldig zu sein, ich lerne, mich in jeder Beziehung verständlich zu machen.
  • Dafür braucht es Zeit, Wiederholung und einfache Sprache.
  • Und es braucht meinen Sprachcomputer sowie Menschen, die sich wirklich darauf einlassen.

Wie Unterstützung durch Assistenz aussehen kann

  • Bei Telefonaten, Nachrichten und Verabredungen unterstützen.
  • Treu dolmetschen – weitergeben, was die Person sagt, ohne für sie zu sprechen.
  • Besuche und Treffen begleiten.
  • Sich zurücknehmen und Raum für Nähe und Privatsphäre lassen.

Was die Behinderung bedeuten kann:
Kontakt halten ist schwer.
Gespräche dauern länger.
Manche reden über statt mit der Person.

Kommunikation:
Ich rede mit meinem Sprachcomputer und mit meinem Körper-ABC.
Das Mitdenken und Übersetzen ist schwer.
Das macht meine Assistenz. Sie kann Unterstützte Kommunikation gut.
Freunde und Familie müssen das nicht können. Sie bleiben einfach meine Freunde und meine Familie.

Lernen:
Andere lernen, mich zu verstehen.
Ich lerne, mich verständlich zu machen.
Das braucht Zeit und einfache Sprache.

Wie Assistenz hilft:
Hilfe beim Telefonieren und Schreiben.
Treu weitergeben, was die Person sagt.
Treffen begleiten.
Platz für Nähe lassen.