Gesundheit & Pflege

Pflege gehört zu meinem Leben – und ich bestimme selbst, wie.

Aquarell: ein Stethoskop auf einem zusammengelegten Handtuch

Pflege gehört zu meinem Leben

Wegen meiner Behinderung brauche ich viel Pflege und Unterstützung am Körper – beim Anziehen, beim Essen, bei der Körperpflege und vielem mehr. Das ist ein selbstverständlicher Teil meines Alltags.

Wichtig ist mir: Pflege passiert mit mir, nicht einfach an mir. Ich entscheide mit, wie und wann etwas geschieht. So bleibt auch die Pflege selbstbestimmt.

Ich brauche viel Pflege.
Zum Beispiel beim Anziehen und Essen.
Das gehört zu meinem Leben.

Wichtig ist:
Ich entscheide mit.
Die Pflege passiert mit mir.

Was mir bei Gesundheit und Pflege wichtig ist

  • Meine Assistenz ist qualifiziert und kennt meinen Körper und meine Zeichen.
  • Auch bei der Pflege können wir kommunizieren – ich sage, was ich brauche.
  • Meine Würde und meine Privatsphäre werden geachtet.
  • Ich werde nicht behandelt, sondern unterstützt – das ist keine Therapie, sondern mein Alltag.

Das ist mir wichtig:
Meine Assistenz ist gut ausgebildet.
Sie kennt meinen Körper.
Wir reden auch bei der Pflege.
Meine Würde wird geachtet.

Beispiele: Was das bedeutet – und wie Assistenz hilft

Was die Behinderung in diesem Bereich bedeuten kann

  • Es braucht viel Hilfe bei Körperpflege, Essen, Lagern und Medikamenten.
  • Bei Arztbesuchen verstanden zu werden ist oft schwierig.
  • Schmerzen oder Bedürfnisse mitzuteilen braucht Zeit und gute Gesprächspartner.

Warum Kommunikation hier wichtig ist

  • Gerade bei Gesundheit, Pflege und Schmerzen muss ich sagen können, was weh tut, was ich brauche und wie ich gepflegt werden möchte – und beim Arzt verstanden werden.
  • Ich teile mich über meinen Sprachcomputer und mein Körper-ABC mit. Das gemeinsame „Dolmetschen“ (Ko-Konstruktion) – mitdenken und Vorschläge machen, während ich entscheide – kann ein normales Gegenüber (auch in der Arztpraxis) meist nicht; das übernimmt meine qualifizierte, in Unterstützter Kommunikation geschulte Assistenz.
  • So können Ärztinnen, Pflegekräfte und andere in ihrer Rolle bleiben. Wichtig ist nur, dass meine Assistenz mich und meine Signale gut kennt (Kontext) und sich Zeit nimmt – gerade bei Schmerz und Pflege.

Wie Lernen hier aussehen kann – und was dafür nötig ist

  • Meine Assistenz und ich lernen mit der Zeit, meine Zeichen für Schmerz und Unwohlsein zu deuten und gute Pflege-Abläufe zu finden.
  • Dafür braucht es genaues Beobachten, Zeit, Wiederholung und einfache Sprache.
  • Mein Sprachcomputer und eine geduldige Begleitung helfen mir dabei.

Wie Unterstützung durch Assistenz aussehen kann

  • Pflege so durchführen, wie die Person es möchte – mit ihr, nicht an ihr.
  • Beim Arzt dolmetschen und wichtige Informationen geben.
  • Auf Körperzeichen achten und ernst nehmen.
  • Würde und Privatsphäre immer wahren.

Was die Behinderung bedeuten kann:
Es braucht viel Pflege.
Beim Arzt versteht man sich oft schwer.
Schmerzen sagen braucht Zeit.

Kommunikation:
Ich rede mit meinem Sprachcomputer und mit meinem Körper-ABC.
Das Mitdenken und Übersetzen ist schwer.
Das macht meine Assistenz. Sie kann Unterstützte Kommunikation gut.
Ärztinnen und Pflegekräfte müssen das nicht können.

Lernen:
Meine Assistenz und ich lernen meine Zeichen.
Wir finden gute Wege für die Pflege.
Das braucht Zeit und Geduld.

Wie Assistenz hilft:
Pflege so, wie die Person es will.
Beim Arzt dolmetschen.
Auf Körperzeichen achten.
Die Würde wahren.