Mobilität & Unterwegs

Wie ich unterwegs bin – und was ich dafür brauche.

Aquarell: eine Straßenbahn
Nele Diercks mit ihrem Rollstuhlfahrrad unterwegs auf einem Weg
Mobil unterwegs – mit meinem Rollstuhlfahrrad.

So bin ich unterwegs

Mobil zu sein heißt für mich: dabei sein können. Ich bin mit meinem Rollstuhl unterwegs und fahre gerne Rollstuhlfahrrad. Für weitere Wege nutze ich öffentliche Verkehrsmittel und fahre mit meiner Assistenz – auch auf Reisen, zum Beispiel nach Berlin oder nach Baltrum.

Ob ein Weg für mich geht, hängt stark von der Umgebung ab: Eine barrierefreie Umgebung macht meine Behinderung kleiner.

Mobil sein heißt: dabei sein.
Ich fahre mit dem Rollstuhl.
Und mit dem Rollstuhlfahrrad.
Für weite Wege nutze ich Bus und Bahn.

Wichtig ist eine barrierefreie Umgebung.
Dann komme ich gut voran.

Was ich dafür brauche

  • Meine Assistenz begleitet mich und plant Wege mit.
  • Eine barrierefreie Umgebung: Rampen, Aufzüge, Platz für den Rollstuhl.
  • Verlässliche, zugängliche Verkehrsmittel.
  • Genug Zeit – damit ich entspannt unterwegs sein kann.

Das brauche ich zum Unterwegssein:
Meine Assistenz begleitet mich.
Die Umgebung ist barrierefrei.
Busse und Bahnen sind zugänglich.
Ich habe genug Zeit.

Beispiele: Was das bedeutet – und wie Assistenz hilft

Was die Behinderung in diesem Bereich bedeuten kann

  • Stufen, fehlende Aufzüge und volle Busse werden schnell zu Barrieren.
  • Wege müssen vorab geplant werden: Ist es zugänglich? Gibt es eine Toilette?
  • Ohne Begleitung sind weitere Wege oft gar nicht möglich.

Warum Kommunikation hier wichtig ist

  • Unterwegs muss ich mich verständigen: sagen, wohin ich möchte, nach Hilfe oder Auskunft fragen, Personal oder Fahrdienst ansprechen.
  • Ich teile mich über meinen Sprachcomputer und mein Körper-ABC mit. Das gemeinsame „Dolmetschen“ (Ko-Konstruktion) – mitdenken und Vorschläge machen, während ich entscheide – kann ein normales Gegenüber meist nicht; das übernimmt meine qualifizierte, in Unterstützter Kommunikation geschulte Assistenz.
  • So können Personal, Fahrdienst und Passanten in ihrer Rolle bleiben. Wichtig ist nur, dass meine Assistenz mich und meine Themen gut kennt (Kontext) und sich Zeit nimmt – gerade in fremder Umgebung.

Wie Lernen hier aussehen kann – und was dafür nötig ist

  • Ich lerne neue Wege, Verkehrsmittel und Orte kennen – Schritt für Schritt.
  • Dafür brauche ich zugängliche Infos, Zeit, Wiederholung und einfache Sprache.
  • Und ich brauche meinen Sprachcomputer und eine geduldige Begleitung, die erklärt und mich ausprobieren lässt.

Wie Unterstützung durch Assistenz aussehen kann

  • Wege planen und begleiten.
  • Beim Ein- und Aussteigen und beim Umsteigen helfen.
  • Rollstuhl und Hilfsmittel transportieren.
  • In unvorhergesehenen Situationen einspringen.

Was die Behinderung bedeuten kann:
Stufen und volle Busse sind Barrieren.
Wege muss man planen.
Ohne Hilfe sind weite Wege schwer.

Kommunikation:
Ich rede mit meinem Sprachcomputer und mit meinem Körper-ABC.
Das Mitdenken und Übersetzen ist schwer.
Das macht meine Assistenz. Sie kann Unterstützte Kommunikation gut.
Andere Menschen unterwegs müssen das nicht können.

Lernen:
Ich lerne neue Wege und Orte kennen.
Dazu brauche ich gute Infos.
Ich brauche Zeit und einfache Sprache.
Ich brauche meinen Sprachcomputer.
Und eine geduldige Begleitung, die mich ausprobieren lässt.

Wie Assistenz hilft:
Wege planen und begleiten.
Beim Ein- und Umsteigen helfen.
Hilfsmittel transportieren.
Bei Problemen einspringen.