Mein Sprachcomputer

Ich rede mit den Augen. Mein Computer spricht für mich.

Aquarell: ein augengesteuerter Sprachcomputer auf einem Staender
Nele Diercks im Rollstuhl mit ihrem augengesteuerten Sprachcomputer
Mein Sprachcomputer mit Augensteuerung – vorne steht, wie Sie mit mir reden können.

So funktioniert mein Sprachcomputer

Ich nutze einen Sprachcomputer mit Augensteuerung. Der Computer erkennt, wo ich auf den Bildschirm hingucke. Dort sind Felder mit Buchstaben und Wörtern.

Das Schreiben geht in zwei Schritten: Zuerst gebe ich die Anfangsbuchstaben von einem Wort ein. Dann erscheinen passende Wörter, und ich wähle das richtige aus. So baue ich Satz für Satz auf. Am Ende spricht der Computer meine Wörter laut aus.

Als Vokabular nutze ich Scripo Pro. Dadurch habe ich nach und nach von sehr vielen Wörtern den ersten Buchstaben gelernt. Ich muss ein Wort gar nicht ganz schreiben können – oft reicht der Anfang, und der Computer schlägt mir das passende Wort vor.

Das Schöne daran: Den ersten Buchstaben kennen alle. Deshalb kann mein Umfeld mich gut unterstützen – wir bauen Wörter und Sätze gemeinsam (Fachleute sagen Ko-Konstruktion): Ich gebe den Anfang, mein Gegenüber denkt mit, und zusammen wird mein Satz fertig.

Dieses Wissen über die Buchstaben übertrage ich auch auf andere Wege: auf meine Partnerstrategien und auf mein Körper-ABC. So kann ich mich auch ohne Gerät verständigen – überall, wo jemand mitdenkt.

Wie man Buchstaben durch das Nutzen lernt und auf alle Kommunikationsformen überträgt, erklärt AssistUK genauer: Scripo Pro und Lesen und Schreiben (Literacy).

Ich habe einen Sprach-Computer.
Ich steuere ihn mit den Augen.
Der Computer sieht, wohin ich gucke.

Auf dem Bildschirm sind Buchstaben und Wörter.
Ich gucke die Buchstaben an.
Dann zeigt der Computer Wörter.
Ich wähle ein Wort aus.
Der Computer spricht es laut.

Mein Vokabular heißt Scripo Pro.
Damit habe ich von vielen Wörtern den ersten Buchstaben gelernt.
Oft reicht der Anfang von einem Wort.
Den ersten Buchstaben kennen alle.
Darum kann mein Umfeld mir helfen.
Wir bauen die Wörter zusammen.

Dieses Wissen nutze ich auch woanders:
bei meinen Partner-Strategien und bei meinem Körper-ABC.
So kann ich auch ohne Computer reden.

Was ich dabei brauche

Mein Sprachcomputer muss richtig vor mir stehen, und der Akku muss geladen sein. Beim Einschalten und Einrichten brauche ich Hilfe. Und ich brauche Zeit – Reden mit den Augen dauert länger als Reden mit dem Mund. Dafür kann ich damit alles sagen, was ich möchte.

Der Computer muss richtig stehen.
Der Akku muss voll sein.
Beim Einschalten brauche ich Hilfe.

Reden mit den Augen dauert länger.
Bitte geben Sie mir Zeit.

Wie ich an mein Gerät gekommen bin

Mein Sprachcomputer ist ein Hilfsmittel. Ich habe ihn über die Krankenkasse bekommen – mit Beratung und einer guten Begründung, warum ich ihn zum Kommunizieren brauche. So ein Gerät zu beantragen braucht Geduld. Aber es lohnt sich: Damit kann ich überall sagen, was ich denke.

Mein Sprachcomputer ist ein Hilfsmittel.
Die Krankenkasse hat ihn bezahlt.
Den Antrag muss man gut begründen.
Das braucht Geduld. Aber es lohnt sich.

Beispiel-Seiten von meinem Sprachcomputer

So sehen Seiten auf meinem Sprachcomputer aus. In den Feldern stehen Wörter, Sätze und Symbole. Ich wähle sie mit den Augen aus, und der Computer spricht sie für mich.

So sieht mein Sprachcomputer aus.
In den Feldern sind Wörter und Bilder.
Ich wähle sie mit den Augen aus.