Einfache Sprache

Klare Sprache hilft allen Menschen – mir ganz besonders.

Aquarell: zwei Sprechblasen - links ein verworrenes Knäuel, rechts drei klare Punkte

Drei Begriffe – kurz erklärt

Alltagssprache ist die Sprache, die die meisten Menschen normalerweise sprechen und schreiben: lange Sätze, Fachwörter, Redewendungen, Andeutungen. Für viele funktioniert das gut – aber sie ist oft schwerer, als wir denken.

Einfache Sprache ist verständliche Sprache: kurze Sätze, bekannte Wörter, ein klarer Aufbau. Es gibt keine festen Regeln – das Ziel zählt: Alle sollen den Inhalt beim ersten Lesen oder Hören verstehen.

Leichte Sprache ist die am stärksten vereinfachte Form. Für sie gibt es feste Regeln: sehr kurze Sätze, eine Aussage pro Satz, schwere Wörter werden erklärt, oft mit Bildern. Gute Texte in Leichter Sprache werden von Menschen mit Lernschwierigkeiten geprüft. Mehr dazu steht im Glossar.

Auf meiner Internet-Seite können Sie oben auf „Einfache Sprache“ umschalten – dann erscheint jeder Text in einer einfachen Fassung.

Es gibt drei Wörter für Sprache:

Alltagssprache ist die normale Sprache.
Sie hat lange Sätze und schwere Wörter.
Viele Menschen verstehen sie nicht gut.

Einfache Sprache ist klare Sprache.
Die Sätze sind kurz.
Die Wörter sind bekannt.

Leichte Sprache ist noch einfacher.
Sie hat feste Regeln.
Menschen mit Lernschwierigkeiten prüfen die Texte.

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Warum Einfache Sprache oft hilft

Sehr viele Menschen verstehen komplizierte Sprache nicht gut: Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen, die Deutsch gerade erst lernen, Menschen mit wenig Le­se­übung – und eigentlich alle, wenn sie müde, krank oder aufgeregt sind. Einfache Sprache ist also keine Ausnahme für wenige, sondern eine Hilfe für viele.

Für mich als UK-Nutzerin kommt etwas dazu: Antworten kostet mich Zeit und Kraft. Wenn eine Frage klar gestellt ist, kann ich schneller und genauer antworten. Wenn sie unklar ist, muss ich erst herausfinden, was gemeint war – oder meine Antwort wird falsch verstanden.

Und das Wichtigste: Verstehen ist die Voraussetzung für Selbstbestimmung. Nur wer eine Information wirklich versteht, kann eine eigene Entscheidung treffen. Deshalb gehört verständliche Sprache für mich fest zur Unterstützten Kommunikation – genauso wie mein Sprach-Computer.

Viele Menschen verstehen schwere Sprache nicht gut.
Zum Beispiel: Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Oder Menschen, die Deutsch lernen.
Oder müde Menschen.
Einfache Sprache hilft vielen Menschen.

Mir hilft sie besonders.
Antworten kostet mich viel Kraft.
Eine klare Frage kann ich schnell beantworten.
Eine unklare Frage macht viel Arbeit.

Das Wichtigste:
Nur wer versteht, kann selbst entscheiden.

Wo Missverständnisse entstehen

In Gesprächen geht erstaunlich viel schief – meistens ohne böse Absicht:

  • Lange Schachtelsätze: Am Ende des Satzes weiß niemand mehr, was am Anfang stand.
  • Mehrere Fragen auf einmal: „Möchtest du rausgehen oder lieber hierbleiben, oder erst etwas essen?“ – Ein „Ja“ kann jetzt alles bedeuten.
  • Unklare Fragen: „Und, wie war’s?“ – Was genau ist gemeint?
  • Verneinte Fragen: „Willst du nicht mitkommen?“ – Heißt „Ja“ jetzt ja oder nein?
  • Redewendungen und Ironie: Wer Wörter wörtlich nimmt, versteht das Gegenteil.
  • Fachwörter und Abkürzungen ohne Erklärung.
  • Fehlende Informationen: Eine Frage ohne den nötigen Zusammenhang kann ich nicht beantworten – ich kann mir die Informationen nicht selbst beschaffen.

Die Folge: Menschen raten, antworten falsch – oder sagen lieber gar nichts. Und schnell entsteht der falsche Eindruck, jemand „verstehe nichts“. Dabei lag es nicht am Menschen, sondern an der Sprache.

In Gesprächen gibt es viele Missverständnisse:

Zu lange Sätze.
Viele Fragen auf einmal.
Unklare Fragen.
Schwere Wörter ohne Erklärung.
Fragen mit „nicht“ sind verwirrend.

Dann raten die Menschen.
Oder sie antworten falsch.
Oder sie sagen gar nichts.

Manche denken dann:
Der Mensch versteht nichts.
Aber das stimmt nicht.
Die Sprache war das Problem.

So macht Einfache Sprache Kommunikation besser

Mit ein paar einfachen Gewohnheiten wird jedes Gespräch klarer – nicht nur mit mir:

  • Erst informieren, dann fragen: Geben Sie mir die Informationen, die ich zum Antworten brauche – dann stellen Sie die Frage.
  • Eine Frage nach der anderen – und eindeutig: „Möchtest du rausgehen?“ statt drei Möglichkeiten in einem Satz.
  • Kurze Sätze, eine Aussage pro Satz.
  • Bekannte Wörter benutzen – Fachwörter kurz erklären.
  • Keine verneinten Fragen stellen.
  • Zeit lassen – und Pausen aushalten.
  • Zusammenfassen und vergewissern: „Habe ich Sie richtig verstanden: …?“

Wie das im Gespräch mit mir konkret aussieht, steht auf Gute Gesprächspartner – mit allen Partnerstrategien.

So wird jedes Gespräch besser:

Geben Sie mir erst die Informationen.
Stellen Sie dann die Frage.
Stellen Sie eine Frage nach der anderen.
Machen Sie kurze Sätze.
Benutzen Sie bekannte Wörter.
Lassen Sie mir Zeit.

Fragen Sie am Ende nach:
Habe ich Sie richtig verstanden?

Mehr Tipps stehen auf der Seite Gute Gesprächspartner.

Wie geht es weiter?